Hinweis & Offenlegung (Editorial Disclosure): PluckBench entwickelt kostenlose, browserbasierte Web-Audio-Messwerkzeuge und Stimmgeräte ohne App-Installation. Einige ausgehende Links zu Gitarren-Lehrbüchern oder Musik-Dienstleistern sind gesponserte Partnerlinks (Affiliate-Links), über die wir bei einem Kauf eine kleine Provision erhalten, ohne dass Ihnen Mehrkosten entstehen. Alle akustischen Frequenzformeln (12-TET) und Saitenspannungsberechnungen nach dem Mersenneschen Gesetz wurden für 2026 technisch geprüft.

Online Stimmgerät für Gitarre (2026): E-A-D-G-H-e Frequenz-Rechner, 440/442 Hz Kammerton & Mikrofon-Stimmung

Wer im deutschsprachigen Raum (Deutschland, Österreich, Schweiz) ein präzises Online Stimmgerät für Gitarre nutzt, stößt schnell auf zwei klassische Stolpersteine: Erstens zeigen internationale Stimmgeräte für die 2. Saite (246,94 Hz) den Buchstaben B statt des deutschen Notennamens H (während das deutsche B international Bb / B-flat bei 233,08 Hz heißt). Zweitens arbeiten viele Musikschulen, Konzertgitarren-Ensembles und Orchester im DACH-Raum mit einem erhöhten Kammerton von A4 = 442 Hz oder 443 Hz statt des US/UK-Studiostandards von 440 Hz. Auf dieser Seite finden Sie sowohl den direkten Zugang zu unserem Live-Mikrofon Online Guitar Tuner als auch den interaktiven E-A-D-G-H-e Frequenz-, Kammerton- und Saitenspannungs-Rechner für Konzertgitarre (Nylon), Westerngitarre (Stahlsaiten) und E-Gitarre.

Kurzantwort: Gitarre stimmen (Standard-Stimmung E-A-D-G-H-e bei A4 = 440 Hz vs. 442 Hz)
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Interaktiver Gitarren-Stimmgerät Frequenz-, Kammerton- & Saitenspannungs-Rechner (E-A-D-G-H-e)

Wählen Sie Ihre gewünschte Stimmung (Standard E-A-D-G-H-e, Drop D, Eb Halbton tiefer, D-Standard oder DADGAD), Ihren Kammerton (440 Hz Studio, 442 Hz / 443 Hz Deutsches Orchester oder 432 Hz), den Gitarrentyp und die Mensur (650 mm Konzertgitarre, 648 mm Fender oder 628 mm Gibson).

Deutsche Noten (6.–1. Saite)
E2 - A2 - D3 - G3 - H3 - e4
Internationale Tuner-Anzeige
E2 - A2 - D3 - G3 - B3 - E4
Kammerton & Cent-Versatz
A4 = 440.0 Hz (0.0 Cent)
Gesamter Saitenzug (Halslast)
47.1 kg (103.8 lbs)
Saite (String) Deutscher Notenname Int. Stimmgerät-Name Exakte Frequenz (Hz) 12. Bund Flageolett (2f0) Saitenzug (kg / lbs)
6. Saite (Tiefe E-Saite) E2 E2 82.41 Hz 164.81 Hz 7.9 kg (17.5 lbs)
5. Saite (A-Saite) A2 A2 110.00 Hz 220.00 Hz 8.8 kg (19.5 lbs)
4. Saite (D-Saite) D3 D3 146.83 Hz 293.66 Hz 8.3 kg (18.4 lbs)
3. Saite (G-Saite) G3 G3 196.00 Hz 392.00 Hz 7.5 kg (16.6 lbs)
2. Saite (H-Saite / int. B) H3 (deutsches H) B3 (int. B) 246.94 Hz 493.88 Hz 7.0 kg (15.4 lbs)
1. Saite (Hohe e-Saite) e4 E4 329.63 Hz 659.26 Hz 7.3 kg (16.2 lbs)

Praxis-Hinweis (Standard E-A-D-G-H-e bei 440 Hz): Achten Sie bei der 2. Saite darauf, dass englischsprachige Stimmgeräte B3 (246,94 Hz) für das deutsche H3 anzeigen. Nutzen Sie für die Echtzeit-Mikrofonmessung unser Live-Gitarren-Stimmgerät.

1. Deutsche vs. Internationale Notennamen beim Gitarre stimmen: Warum „H“ auf dem Stimmgerät „B“ heißt

Der mit Abstand häufigste Fehler beim Stimmen einer Gitarre mit einem Smartphone-Tuner, einem Clip-On-Stimmgerät oder einem browserbasierten Online Stimmgerät entsteht bei der zweiten Saite (H-Saite) sowie beim Stimmen auf einen halben Ton tiefer (Eb-Stimmung). Während im gesamten englischsprachigen Raum (USA, Großbritannien, Kanada, Australien) sowie in den meisten asiatischen Stimmgeräte-Chips die sieben Stammtöne der C-Dur-Tonleiter streng alphabetisch mit C – D – E – F – G – A – B benannt werden, verwendet die deutschsprachige Musiktheorie seit dem Mittelalter für den siebten Ton (246,94 Hz) den Buchstaben H und reserviert den Buchstaben B für den um einen Halbton erniedrigten Ton (233,08 Hz, international Bb / B-flat).

Wenn ein Einsteiger die Merksprüche „Eine Alte Dame Geht Heringe essen“ oder „Ein Anfänger Der Gitarre Habe Eifer“ im Kopf hat und auf einem chromatischen Stimmgerät nach einem H sucht, findet er diesen Buchstaben nicht. Dreht er stattdessen die Mechanik der 2. Saite auf die Anzeige B oder Bb herunter, landet er in zwei völlig unterschiedlichen Welten:

Tonhöhe in 12-TET (bei A4 = 440 Hz) Deutsche Bezeichnung (DACH) Internationale / US-Tuner-Anzeige Bedeutung auf der Gitarre
246,94 Hz H3 (großes/eingestrichenes h) B3 Standard 2. Saite (H-Saite) in E-A-D-G-H-e Stimmung
233,08 Hz (-100 Cent) B3 (erniedrigtes H / Hes) Bb3 oder A#3 2. Saite bei Halbton-tiefer-Stimmung (Eb-Tuning) oder 3. Saite im 3. Bund
123,47 Hz H2 B2 5. Saite (A-Saite) gegriffen im 2. Bund bzw. 7-Saiter tiefe H-Saite (H1 = 61,74 Hz)
116,54 Hz (-100 Cent) B2 Bb2 oder A#2 5. Saite (A-Saite) gegriffen im 1. Bund

Goldene Regel für Gitarristen: Auf jedem internationalen Stimmgerät — einschließlich unseres Live-Mikrofon Online Guitar Tuners und unseres Drop-D & Alternate Tuning Rechners — entspricht die Anzeige B3 (246,94 Hz) exakt Ihrer deutschen H-Saite.

2. Alle 6 Gitarrensaiten im Detail: Frequenzen, Wellenlängen und Oberton-Physik (E-A-D-G-H-e)

Eine sechssaitige Gitarre in Standard-Stimmung umfasst vom tiefen E2 (82,41 Hz) bis zum hohen e4 (329,63 Hz) exakt zwei Oktaven für die leeren Saiten (und bis zu vier Oktaven inklusive des 20. bis 24. Bundes). Anders als bei Streichinstrumenten wie der Violine (die in reinen Quinten gestimmt wird — siehe unseren Online Violin Tuner) ist die Gitarre durchgehend in reinen Quarten (Abstand von 5 Halbtönen bzw. 500 Cent) gestimmt, mit einer einzigen Ausnahme: Zwischen der 3. Saite (G3 = 196,00 Hz) und der 2. Saite (H3 / B3 = 246,94 Hz) liegt eine große Terz (4 Halbtöne bzw. 400 Cent). Diese asymmetrische Terz-Lücke ermöglicht es überhaupt erst, dass sechsstimmige Barree- und offene Standardakkorde (wie E-Dur, A-Dur, G-Dur, C-Dur und D-Dur — nachzulesen in unserer Interaktiven Gitarren-Akkord-Bibliothek) mit vier Fingern ergonomisch gegriffen werden können.

Saite Note (DE / Int.) Hz bei 440 Hz Hz bei 442 Hz Hz bei 443 Hz Intervall zur nächsten Saite Typischer Aufbau (Western / E-Gitarre)
6. Saite (oben / dickste) E2 / E2 82,41 Hz 82,78 Hz 82,97 Hz Reine Quarte (+500 Cent zu A2) Umwickelt (Wound .046" E / .053" Western)
5. Saite A2 / A2 110,00 Hz 110,50 Hz 110,75 Hz Reine Quarte (+500 Cent zu D3) Umwickelt (Wound .036" E / .042" Western)
4. Saite D3 / D3 146,83 Hz 147,50 Hz 147,83 Hz Reine Quarte (+500 Cent zu G3) Umwickelt (Wound .026" E / .032" Western)
3. Saite G3 / G3 196,00 Hz 196,89 Hz 197,34 Hz Große Terz (+400 Cent zu H3) Blankstahl (.017" E) / Umwickelt (.024" Western)
2. Saite H3 / B3 246,94 Hz 248,06 Hz 248,63 Hz Reine Quarte (+500 Cent zu e4) Blankstahl (Plain Steel .013" E / .016" Western)
1. Saite (unten / dünnste) e4 / E4 329,63 Hz 331,13 Hz 331,88 Hz — (Diskant-Abschluss) Blankstahl (Plain Steel .010" E / .012" Western)

Warum verstimmt sich die 3. Saite (G-Saite) auf fast jeder Gitarre am schnellsten?

Fast jeder Gitarrist kennt das Phänomen: Selbst wenn alle sechs Saiten auf dem Stimmgerät exakt grün leuchten, klingt die G-Saite (G3 = 196,00 Hz) im Wechsel zwischen einem offenen E-Dur-Akkord (1. Bund G#3) und einem offenen C-Dur- oder G-Dur-Akkord minimal schwebend. Dafür gibt es zwei handfeste physikalische Ursachen:

  1. Hohe Biegesteifigkeit (Inharmonizität) der dicksten Blankstahlsaite: Auf E-Gitarren (.009er und .010er Sätze) ist die G-Saite mit .016" bis .017" Durchmesser die mit Abstand dickste nicht-umwickelte Blankstahlsaite. Ein massiver Stahlkern dieses Durchmessers besitzt eine hohe Biegesteifigkeit am Sattel und am Steg. Beim Greifen in den ersten drei Bünden steigt die Spannung überproportional an, und beim harten Anschlagen springt die Frequenz in den ersten 90 Millisekunden um bis zu +25 Cent nach oben.
  2. Der +14-Cent-Kompromiss der gleichstufigen Stimmung (12-TET): In der gleichstufigen Temperatur ist jede große Terz (400 Cent) um +13,69 Cent höher als eine reine akustische Naturterz (Frequenzverhältnis 5:4 = 386,31 Cent). Da zwischen G3 und H3 genau diese große Terz liegt und im E-Dur-Akkord das gegriffene G#3 die Terz zum Grundton E bildet, summieren sich kleinste Sattelkerben-Ungenauigkeiten sofort hörbar auf. Unser PluckBench Gitarren-Tuner blendet den ersten 90-ms-Attack-Peak aus und misst ausschließlich das eingeschwungene Sustain-Plateau, damit Sie die G-Saite nicht versehentlich zu tief stimmen.

3. Konzertgitarre (Nylon), Westerngitarre (Stahl) & E-Gitarre richtig über das Mikrofon stimmen

Je nach Bauart Ihrer Gitarre unterscheidet sich das akustische Einschwingverhalten erheblich. Beachten Sie beim Stimmen über das Laptop- oder Smartphone-Mikrofon (bzw. über ein USB-Audio-Interface) folgende bauartspezifische Regeln:

A. Konzertgitarre / Klassische Gitarre (Nylonsaiten, 650 mm Mensur)

Bei einer klassischen Konzertgitarre bestehen die drei Diskantsaiten (g3, h3, e4) aus monofilem Nylon, Carbon (Fluorocarbon) oder Titan-Monofilament, während die drei Basssaiten (E2, A2, D3) einen Kern aus Nylon-Multifilamenten mit versilberter Kupferdraht-Umwicklung besitzen. Frisch aufgezogene Nylonsaiten dehnen sich in den ersten 48 bis 72 Stunden um bis zu 8 %. Stimmen Sie jede neue Nylonsaite auf Zielhöhe, ziehen Sie die Saite über dem Schallloch vorsichtig 1 bis 2 Zentimeter nach oben, um den Schlupf auf der Beinwelle der Mechanik zu setzen, und stimmen Sie erneut nach. Da Konzertgitarren im Unterricht an Musikschulen oft mit Flöten, Violinen oder Klavieren zusammenspielen, prüfen Sie im 432Hz vs. 440Hz vs. 442Hz Kammerton-Rechner, ob Ihr Ensemble auf 442 Hz kalibriert ist.

B. Westerngitarre / Steel-String Acoustic (Phosphor-Bronze / 80/20 Bronze)

Eine Westerngitarre mit einem .012–.053 Light-Saitensatz steht unter einer Gesamtzugkraft von rund 72 bis 75 Kilogramm (160–165 lbs) — fast doppelt so viel wie eine Konzertgitarre (ca. 38–41 kg). Schlagen Sie die Saite beim Stimmen mit dem Daumen oder Plektrum mittig bis leicht gedämpft an und dämpfen Sie alle fünf nicht gespielten Saiten mit der Greifhand ab. Wenn die anderen Leersaiten frei mitschwingen (sympathetische Resonanz), überlagern deren Obertöne das Mikrofonsignal und führen zu unruhigen Zeigerausschlägen.

C. E-Gitarre (Unplugged per Mikrofon vs. Audio-Interface / Verstärker)

Wenn Sie eine E-Gitarre über Ihren Verstärker oder ein USB-Interface mit unserem Online Stimmgerät stimmen, schalten Sie auf den Halstonabnehmer (Neck Pickup), drehen Sie den Volume-Regler voll auf, den Tone-Regler auf etwa 50 % zurück und deaktivieren Sie Verzerrer (Overdrive/Distortion), Chorus- und Delay-Effekte. Der Halstonabnehmer sitzt nahe am Schwingungsbauch der Grundfrequenz (f0) und liefert dem McLeod-Pitch-Algorithmus eine saubere, obertonarme Sinuswelle. Stimmen Sie zudem immer von unten nach oben in den Zielton hinein (Tune Up): Wenn eine Saite zu hoch (sharp) ist, entspannen Sie die Mechanik erst 20 bis 30 Cent unter den Zielton und drehen Sie dann wieder nach oben auf 0 Cent, damit das Zahnflankenspiel im Schneckengetriebe der Stimmmechanik unter Zugspannung anliegt.

4. Schritt-für-Schritt-Kontrolle ohne Stimmgerät: Die 5.-Bund-Methode und der 12.-Bund-Oktavreinheits-Check

Selbst wenn Sie unser Mikrofon-Stimmgerät als primäre Referenz nutzen, sollten Sie zwei klassische Gitarrentechniken beherrschen, um Ihr Gehör zu schulen (siehe auch unseren Intervall- & Schwebungsfrequenz-Rechner) und die Oktavreinheit Ihres Stegs zu überprüfen:

5. Häufig gestellte Fragen (FAQ) zum Online Stimmgerät für Gitarre

Wie lauten die exakten Töne und Frequenzen beim Online Stimmgerät für Gitarre in Standard-Stimmung (E-A-D-G-H-e)?

Bei einem Kammerton von A4 = 440,00 Hz lauten die sechs Saiten einer Gitarre von der tiefsten (6. Saite) zur höchsten (1. Saite) im deutschsprachigen Raum E-A-D-G-H-e (international E-A-D-G-B-E): 6. Saite E2 = 82,41 Hz, 5. Saite A2 = 110,00 Hz, 4. Saite D3 = 146,83 Hz, 3. Saite G3 = 196,00 Hz, 2. Saite H3 (international B3) = 246,94 Hz und 1. Saite e4 (E4) = 329,63 Hz.

Warum zeigt ein internationales Online Stimmgerät „B“ statt „H“ für die 2. Gitarrensaite an?

In der deutschen, österreichischen, schweizerischen und skandinavischen Musiklehre heißt der Stammton einen Halbton unter C H (H3 = 246,94 Hz), während der um einen Halbton erniedrigte Ton B heißt. Im englischsprachigen und internationalen System (Scientific Pitch Notation) wird unser deutsches H hingegen als B (B3) und unser deutsches B als Bb (B-flat, Bb3 = 233,08 Hz) bezeichnet.

Sollte ich meine Gitarre auf 440 Hz, 442 Hz oder 443 Hz stimmen?

Für Rock-, Pop-, Blues- und Westerngitarren-Aufnahmen ist ISO-Standard A4 = 440 Hz weltweit üblich. Im klassischen Konzertbetrieb, an deutschen und österreichischen Musikhochschulen sowie im Zusammenspiel mit Streichern oder Bläsern im DACH-Raum wird hingegen häufig auf A4 = 442 Hz oder 443 Hz gestimmt (+7,85 bzw. +11,76 Cent höher als 440 Hz).

Warum zeigt das Stimmgerät direkt nach dem Anschlagen der Gitarrensaite einen zu hohen Ton an?

Beim Zupfen oder Anschlagen mit dem Plektrum wird die Saite kurzzeitig aus ihrer Ruhelage ausgelenkt, wodurch die mechanische Spannung in den ersten 80 bis 110 Millisekunden um 15 bis 35 Cent ansteigt (Attack-Pitch-Drift). Ein präzises Online Stimmgerät wie PluckBench filtert diesen Einschwingimpuls heraus und misst die stabile Sustain-Phase.

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